Autor: Dixikasi

  • Unser letzter DIXI mit dem Namen PAUL

    Aufnahme bei der Abholung am 1. Juli 2021

    Mit der Anschaffung dieses DIXIs beende ich meine aktive Schraubertätigkeit. Einen Nachfolger habe ich erfreulicherweis aber auch schon!

     Hier die Geschichte des DIXI mit der Steuerbefreiung für die ganze Laufzeit des Wagens

    Die erste Begegnung

    Im Attendorner Heimatmuseum 1986

    Während eines Urlaubsausflugs im Sommer 1986 ins Sauerland besuchten wir das Heimatmuseum in Attendorn. Dort stand zu unserer großen Überraschung ein DIXI  DA 1 Phaeton – so wie wir ihn auch haben. Auf einer Hinweistafel war zu lesen, dass dieser Wagen eine Leihgabe eines Attendorner Bürgers ist. Da es damals mit  dem Datenschutz noch nicht so genau war, bekam ich vom Museum die Adresse des Besitzers. Mit diesem nahm ich dann schriftlich Kontakt auf um die  Fahrgestellnummer zu erfahren. Nachdem ich gar nicht mehr mit einer Antwort rechnete – bekam ich im Frühjahr 1987 ein nettes Schreiben, worin ich auch erfuhr, dass der Wagen in den 50er Jahren auch in Düsseldorf als „Studentenfahrzeug“ benutzt wurde. Von da an hatte ich den Wagen in mein Herz geschlossen.

    Im Laufe der Jahre fand weiterer Schriftwechsel statt, aber zu einer persönlichen Begegnung mit dem Besitzer und seiner Familie kam es leider nicht. Das änderte sich, als ich  bei einer Geburtstagsfeier zufällig eine Tochter der Familie kennenlernte. Von ihr erfuhr ich, dass der Wagen in einer Halle eingelagert sei und seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt wurde. Gerne wollte ich den DIXI einmal wiedersehen, jedoch verschiedene Umstände verhinderten dieses immer wieder. Den Kontakt behielt ich jedoch weiterhin. Im Frühjahr 2021 bekam ich die traurige Nachricht, dass der Besitzer verstorben war und die Familie klären wollte, was mit dem DIXI geschehen soll, zumal  die Halle freigeräumt werden musste.

    m 1. Juli 2021 war es dann soweit: Mit Sohn Tobias fuhr ich dann nach Attendorn, um endlich den DIXI einmal wieder zu sehen. Wir wurden von der Tochter der

    Familie erwartet, die uns dann den Dixi zeigte, den wir allein in aller Ruhe anschauen sollten. Dieser stand hoch gebockt in einer Ecke. Der erste Eindruck war jedoch

    nicht so berauschend. Eine hydraulische Bremsanlage war montiert, die Instrumente beschädigt, das Lenkrad lose, verschiedene Felgen und das Verdeck bestand aus

    einer Zeltplane. Sohn Tobias winkte ab, denn schlussendlich musste er sich mit dem Wagen restaurationsmässig beschäftigen.

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    Standplatz seit 35 Jahren

    So sahen wir uns nach 35 Jahren wieder

    Inzwischen kam die Tochter wieder und brachte uns ein Album zum Anschauen. Dieses wurde uns auch freundlicherweise leihweise überlassen. Dieses ist voll von schönen Geschichten, Erinnerungen, Fotos, Reparaturbelegen, Quittungen, TÜV Berichte usw.

    Der verstorbene Besitzer hatte es in den letzten Jahren zusammengestellt. Dabei entdeckte ich auch eine Kfz.-Steuerkarte, mit der dieser DIXI mit einer einmaligen Bezahlung für die gesamte zukünftige Benutzung von der Steuer befreit wurde. Mir sind auch zwei Dixis bekannt, die diese Karte haben und diese vom Zoll anerkannt wurden. Über den Preis waren wir uns schnell einig.

    Für uns war klar: Nur die Mechanik wird restauriert, alles andere soll erhalten bleiben. Wir fingen auch sofort mit den Reparaturen an. Was uns dabei alles passierte

    und alles noch an Schäden entdeckt wurde gehört zu einer anderen Geschichte.

    Der Dixi gehörte 70 Jahre lang Herrn Paul Hoffmann. Aus diesem Grunde haben wir beschlossen, den „neuen“ Dixi von nun ab PAUL zu benennen.

    Hier ist seine Geschichte aus dem Erinnerungsalbum von Paul Hoffmann

    (verfasst von Dietlinde Hoffmann im Februar 2012)

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    Titelblatt des Albums

    Mein erstes Auto ist drei Jahre älter als ich und lebt noch! DIXI wurde 1928 in der Eisenacher Wagenfabrik gebaut, die später von BMW übernommen wurde.

    Ich hatte 1949 meinen Führerschein gemacht und war wild entschlossen, mit einem fahrbaren Untersatz mobiler zu sein und die Welt zu sehen.

    Der DIXI – Vorbesitzer hatte ihn 1947 bei einem Bauern gefunden, in dessen Scheune er den Krieg überlebt hatte. Aus seinem Kühler wuchs Kartoffelkraut und es bedurfte einiger Arbeit, um ihn wieder zu einem ansehnlichen Auto zu machen. Ich kaufte ihn Ende 1951 und nahm ihn unter meine Fittiche. Er dankte es mit Unkompliziertheit und tausend außergewöhnlichen Erlebnissen. Er forderte im Gegenzug Ideen und Kreativität. So gleich zu Anfang: Laienspiel-probe auf der Burg Bilstein im Winter 1951 / 52. Mit Kordelband umwickelten Speichenrädern und Schiebekraft der Mitfahrerinnen schaffte er und der Fahrer das einzige schneeverwehte schmale Sträßchen herauf. Es war eine Zeit spärlichen Straßenverkehrs. Auf der Autobahn im Düsseldorfer Raum war es möglich, den DIXI zu Fuß zur nächsten Tankstelle zu schieben.

    Oder es fuhr einmal ein Herr Quandt mit seinem großen Mercedes neben uns her und unterhielt sich in Ruhe von Auto zu Auto. Offenbar erinnerte ihn der DIXI an Jugendzeiten, denn er lud uns anschließend auf einen langen Erzählabend in den Düsseldorfer „Boxbeutel“ in der Nordstraße ein.

    Normalerweise fuhr der DIXI auf freien Straßen 90 Km/h schnell – und brachte zunächst im Sommer 1952 Karl Kümhoff aus Heggen und mich über Ludwigsburg (wo  wir kurz als Schreiner arbeiteten) an den Bodensee nach Lindau. Dort starteten wir zu unserer Wanderschaft zu Fuß bis nach Rom. Der DIXI wartete in Lindau untergestellt auf unsere Rückkehr. Die Leute dort haben sich noch 30 Jahre später an ihn erinnert.

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    Bilder von der Wanderschaft um 1952

    Über 50 Jahre später trafen sich 150 „Ehemalige“ Kolpingsöhne zu einem großen Treffen und durch den Saal ging ein Raunen „DIXI“. In den Fotomappen, die auf den Tischen lagen, spielte er eine der Hauptrollen.

    Viele erinnerten sich, dass sie als Kolpinggesellen einen Motorsportclub gegründet haben. Freund Hans Deckers hat diese Zeit in seinen Memoiren sehr schön beschrieben und Florian Bauer (damals bei BMW) wusste noch genau, dass er vor der großen „Fahrt aus Liebeskummer“ den DIXI in die BMW Werkstatt genommen hatte. Die jungen Monteure hatten einen Heidenspaß am DIXI, haben stundenlang den Motor neu eingestellt, die Seilzugbremse in eine Öldruckbremse umgetauscht und ihn so richtig in die Mangel genommen. (Diese Generalüberholung musste dann in Raten bezahlt werden!).

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    Vor dem Kolpinghaus in Düsseldorf

    Mein Dixi machte überall eine Sonderfigur. Er stand im Schaufenster des exquisiten Herrenausstatters „Stock“ auf der Königsallee. In der Rheinischen Post erschien ein  Artikel über ihn und Hans Müller-Westernhagen brauchte ihn für einen Film. Mit vier Kolpingfreunden fuhr er 1954 und 1955 im Düsseldorfer Karnevalszug mit.

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    Das Motto war eine Persiflage auf die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, die durch EVG – Verträge abgesichert war.

    DIXI überwinterte (beim gebürtigen Attendorner) Toni Dingerkus, der in der Düsseldorfer Oststraße eine BOSCH – Autowerkstatt betrieb. Er wurde dort gut gepflegt – im Gegenzug zu Schreinerarbeiten.

    Da konnten wir viele Touren machen: Über den St. Gotthard schnaufte er beharrlich und qualmte genauso wie seine „jungen“ Nachfolger. Das Kühlwasser wurde per Eimer von außen eingefüllt und wenn grade Schnee zur Hand war, tat es auch Schnee (lt. Karl).

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    Nachfüllen des Kühlwassers war immer wichtig

    Er wurde ab und an hervorgeholt, blank geputzt und diente 1965 als Hochzeitskutsche. Munter fuhr DIXI nach Frankreich, Vogesen in die Schweiz – über den St. Gotthard zum Lago Maggiore, zum Comer See, über den Majola-Pass, nach Holland und ins Allgäu, In Österreich war er – und viel in Nordrhein-Westfalen: nach  Attendorn natürlich und zu den Heimatorten der Kolpingfreunde nach Siegen (Hermann Kötting), nach Warbeyen bei Kleve (Hans Deckers), nach Dahlhausen im  Weserbergland (Karl Hugenbruch) wo wir mit dem DIXI ins Schützenzelt gerieten und durch die Tanzfläche einbrachen.

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    Gruppenfoto vor dem Schützenzelt, danach gings auf die Tanzfläche

    Auf den vielen Fahrten passierte natürlich die eine oder andere Panne, die mit Ideenreichtum behoben werden konnte und von denen später die Rede sein wird.

    DIXI brachte tausend ungewöhnliche Erlebnisse – es war eine randvolle, wilde Zeit.

    Durch mein Studium ging mir die zeitliche und finanzielle Puste aus. DIXI zog 1958 / 59 um nach Attendorn ins Lager der Dachdecker.

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    Der Umzugswagen von Düsseldorf nach Attendorn

    1965 fuhr auch im Attendorner Karnevalszug mit – Freund Erich Scheede hatte die Idee dazu.

    In den 80er Jahren hatte eine Heggener Omnibusfirma meinen DIXI als Werbeschau in Obhut und Pflege. 1986 war der DIXI frisch lackiert im Attendorner Heimatmuseum zu bewundern.

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    Kirchliche Trauung der Düsseldorfer Freunde Irmgard und Hermann-Willi Thesing. Dort schnurrte er sofort unerschütterlich vom Stoffeler Kapellchen in die Innenstadtüber die Kö (wo er das Ziel japanischer Fotografen wurde) bis zum Hochzeitsfest in Neuss.

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    Hochzeitsfahrt durch Düsseldorf

    Nun steht er sorgfältig aufgebockt (und bis jetzt standhaft gegen Oldtimer-Käufer verteidigt) in seinem Standplatz im Lager.

    Er hat mich aktiv 10 Jahre begleitet. Er ist ein Stück Jugend und überhaupt ein außergewöhnliches Auto. (Februar 2012)

    Weitere Geschichten vom DIXI

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    Der DIXI auf Tour

    Reifenwechsel ? Kein Problem: Gängige Gängige Motorradreifen passten !

    An der Mosel

    Vor Bernkastel Kues sehe ich beim Blick nach hinten aus dem rechten Rad hinten Rauchwolken aufsteigen. Wir fanden eine kleine Werkstatt, die schmale Weinbergtrecker reparierten. Der Meister bockte den DIXI auf, zog mit einer Spezialzange das Kugellager aus der Antriebsachse, ging in sein Ersatzteilelager, kam mit einem original Kugellager zurück, baute es in dem DIXI ein und: es hält heute noch.

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    Die Geschichte vom St. Gotthard

    Abends an der Passkontrolle: Der Kassenwärter hatte schon Feierabend gemacht, kam uns mit der Kasse unter dem Arm entgegen und winkte uns durch. Wir fuhren  also ohne Mautgebühren bis kurz vor die Passhöhe. Abseits einer Kurve parkten wir den DIXI und schlugen unser Zelt zum Schlafen auf. Wunderbar ausgeschlafen  fuhren wir am nächsten Morgen über den Pass zur Grenze Italiens. Nun wollte ich gerne die St. Gotthard Plakette haben! Dazu brauchten wir aber die Bescheinigung  der Maut-Zahlung (die wir gar nicht hatten!). Nun fingen wir an zu „Suchen“. Als Karl begann, den DIXI auszuräumen, sammelten sich doch einige Autos hinter uns. Entnervt übergab uns die Kassiererin die St. Gotthard Plakette, die noch lange den DIXI zierte.

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    Erinnerung an kleine Pannen 1956

    Vom Comer See kommend wollten wir nach St. Moritz. Karl bemerkte eine Rauchwolke aus dem rechten Hinterrad aufsteigen. Nun sind DIXIs Hinterräder (wie bei  Kutschen) aus Blattfederpaketen – an deren Ende die Öse für die Räder sitzt – angebracht. Das untere Federblatt war gebrochen und zog das ganze Paket  auseinander. Dadurch wurde das Bremsseil mit der Zeit zu kurz und bremste das rechte Hinterrad bis zum Qualmen! Wir sind also den Pass dann mit „angezogener“  Handbremse hinaufgezogen. Kurz vor St. Moritz befand sich eine kleine Tankstelle mit Werkstatt, deren Boss – trotz Sonntagsruhe – half. Für ein paar Mark schweißte  er das defekte Federblatt.

    Wir wollten einen Abstecher nach Bruneck machen, um eine Nichte von Toni Dingerkus zu besuchen, die dort verheiratet war. Kurz vor Bruneck ging der schwer  bepackte DIXI hinten nochmals in die Knie: Die geschweißte Blattfeder war nun endgültig zum Herrn. Menschenleere Nebenstrecke…wir hielten.Im Graben neben der  Straße fand ich ein 70 cm langes dickes Brett. Karl hob den Wagen hinten hoch – ich manövrierte mit ein paar Hammerschlägen so ins Federpaket, dass es zunächst  einmal fixiert war. Das hielt bis Bruneck. Am nächsten Morgen kümmerten sich Dingerkus Verwandte um die Reparatur. Eine befreundete ALFA Werkstatt hatte am  Lager ein passendes Federblatt! Und: das ist heute noch drin.

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    Nun folgen weitere Fotos in freier Reihenfolge. Da diese interessant sind und von dem unermüdlichen Einsatz des DIXIs zeugen.

     Daher sollen sie hier gezeigt und bewundert werden. Eine Seltenheit, die mir als alten DIXI Liebhaber zuteil wurde und auch  vielen Oldtimerfreunden Freude bereiten.

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    In den Alpen

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    Karnevalsumzug in Attendorn

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    Das ist die heute noch gültige Steuerbefreiungskarte von 1933

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    Aus einer Düsseldorfer Zeitung

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    Dafür bedanke ich  mich ganz herzlich bei der Familie Hoffmann ! 

    Kurzbericht über die Restaurierung

    (eingestellt am 12. April 2022)

    Im April 2022 schreibe ich einmal – aber nur kurz – was seit dem euphorischen Kauf des DIXI alles passiert ist.

    Bei der Überprüfung der Rahmenteile, Bremsen, Lenkung, der Antriebseinheiten, und der Karosse stellten wir heftige Mängel fest. Alles aufzulisten ist zu umfangreich, daher eine kurze Schilderung:

    Motor und Getriebe ausgetauscht, Kühler ersetzt, Lenkung überholt, Lenkrad repariert, Rahmen durch Schweißungen verstärkt, Sitzschalen erneuert und neu bezogen (die Sitzbezüge zerbröselten), Bodenplatte instandgesetzt, Bremsanlage vollständig erneuert mit Bremszylindern, Schläuchen und Leitungen, Innenverkleidung vollständig ausgewechselt, am Verdeckgestänge neue Spriegel gefertigt (fehlten), Verdeckbezug erneuert. Scheinwerfergläser und Reflektoren ersetzt, Reifen und Schläuche erneuert, die seltenen beschädigten Instrumente wurden überholt und das Zündschloss erneuert, das Schaufensterglas der Windschutzscheibe gegen Sicherheitsglas ausgetauscht, usw, usw.

    Die Elektrik ließen wir vollständig mit einem neuen Kabelbau überholen in der Werkstatt, wo er schon vor rund 68 Jahren öfter repariert worden war. Der Betrieb ist in der Familie geblieben und der Vater, der an dem DIXI repariert hatte, lebt noch.

    Die ersten „trockenen“ Startversuche verliefen vielversprechend. Dann wurde Kühlwasser eingefüllt, um Probefahrten zu veranstalten. Wieder ein Schreck: Zylinderkopf undicht – es wurden Frostrisse entdeckt. Dann trennte die Kupplung nicht. So musste der Motor wieder ausgebaut werden, die Kupplungsscheibe getauscht werden mit Drucklager, dann wieder der Einbau.

    Ein großer Zeitaufwand war das Beschaffen der Teile. Wie es erfahrungsgemäß ist: die beschädigten Teile mussten erst einmal alle besorgt werden, denn mein bescheidenes Lager war fast leer. Wir haben grob überschlagen und kommen auf einen Arbeitszeitaufwand von rund 700 Stunden. Über  den finanziellen Aufwand mag ich hier keinen Geldbetrag nennen.

    Die ersten Probefahrten verliefen zu unserer Zufriedenheit, sodass wir uns die technische Abnahme bemühten. Das klappte zügig und mutig ging es zum Straßenverkehrsamt.

    Mit dem originalen (entwerteten) Kraftfahrzeugbrief und mit der letzten Abmeldebescheinigung von 1959, legte ich den originalen Kaufvertrag vor einschließlich aller

    Datenblätter und Prüfbescheinigungen des TÜV.

    Und nun der Hammer:

    Das Straßenverkehrsamt verlangte von mir eine notariell beglaubigte eidesstattliche Versicherung, dass mir der Wagen gehört und keine Ansprüche Dritter vorhanden sind. Weiterhin sollte die Fahrzeugidentitätsnummer (FIN) und der Kfz.-Brief aufgeboten werden. So etwas hatte ich in meinen insgesamt  50 Jahren Dixi Schrauberei noch nie erlebt. Nun hoffe ich, dass ich den „Paul“ doch noch zu meinem 80. Geburtstag im Mai zugelassen bekommen.

    Bin gespannt, was die Sachbearbeiter/innen beim Straßenverkehrsamt sich noch einfallen lassen werden.

    Eines muss ich aber noch hervorheben: Ohne die tatkräftige Hilfe unseres Sohnes Tobias hätte ich das alles nicht geschafft!

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    Wir haben die Kennzeichen aus der britischen Besatzungszone aus seiner Zeit in Düsseldorf nachmachen lassen und schon einmal montiert.

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    Das D-Schild und die ADAC Plakette sind wieder angeschraubt. Siehe das untere s/w Fotos links.

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    Am 9.Mai 2022 ist „Paul“ zugelassen worden, nachdem noch etliche Schikanen der Zulassungsbehörde überwunden werden konnten.D-IX 128 H“

    Wir meldeten uns daher zu einem Oldtimertreffen in Attendorn an. Hierüber machte der Sauerland Kurier eine Ankündigung:

    bitte anklicken:

    70 Jahre danach: Oldtimer mit viel Erinnerungen kehrt zurück in den Kreis Olpe (sauerlandkurier.de)


    Diese Ankündigung endete mit folgendem Aufruf:

    Helmut Kasimirowicz aus Düsseldorf hat seit 1986 ein Auge auf Dixi geworfen und den Oldtimer im vergangenen Jahr endlich kaufen können .Liebevoll und mit unglaublichem Aufwand hat er das Auto mittlerweile gemeinsam mit seinem Sohn Tobias restauriert.

    Die beiden Tüftler würden sich riesig freuen, wenn sich vielleicht noch jemand an Dixi erinnern kann und seine  

    Homepage http://www.dixi-automobile.de/0106.htm mit Erinnerungen und eventuell sogar Fotos erweitern könnte.

    Zeitzeugen können sich mit Helmut Kasimirowicz unter Helmut@kasimirowicz.de in Verbindung setzen.

    Die Präsentation

    Am 15. Mai stellten wir den fahrbereiten und zugelassenen DIXI vor der Stadthalle in Attendorn aus. Karl-Heinz Wolbeck, der Organisator dieses traditionsreichen Treffens (Oldtimertreff im Mai 2022 • Oldtimertreff – Attendorn | Motorrad Auto Trecker ) hatte uns einen Pavillon zur Verfügung gestellt. Bei diesem schönen Wetter war das für uns der richtige Sonnenschutz.

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    Es dauerte nicht lange bis die ersten Zuschauer sich einfanden. Um nicht die vielen Fragen zu beantworten, hatten wir die Historie auf Schautafeln an die Pfosten geheftet worauf die technischen Daten und die Eintragungen des Kfz.-Briefes aufgeführt waren.

    Zwei Damen interessierten sich besonders für den Wagen und zeigten uns zwei kleine Fotos. Es waren Aufnahmen aus den 40er Jahren. Diese Kennzeichen waren auch im Kraftfahrzeugbrief vermerkt.

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    Es stellte sich heraus, dass sie die Enkelin und Urenkelin des ersten im Kfz.-Brief eingetragenen Halters aus Plettenberg – Bauckmecke waren.

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    Frau Jeismann hatte den DIXI nie gesehen, aber er war in der Familie bestens in Erinnerung. Selbstverständlich durfte sie hinter dem Lenkrad Platz nehmen.

    Kurze Zeit später kamen zwei ältere Herren zum DIXI. Es waren zwei Brüder. Der Jüngere hatte den Aufruf im Sauerland Kurier gelesen und seinen 91jährigen Bruder in Münster informiert. Dieser reiste mit der Bundesbahn an, um den DIXI wiederzusehen. Er war ein Studienfreund des Vorbesitzers und hatte die Düsseldorfer Zeit mit ihm und den DIXI verbracht. Herrliche Geschichten erzählte er uns: Von den Karnevalsumzügen, von dem Treffen mit Herbert Quandt, die Reisen ins Rheinland, Westfalen und an die Mosel. Stundenlang hätten wir ihm zuhören können. Er hatte ein kleines Album mit originalen Fotos aus dieser Zeit dabei, die seine Geschichten belegten. Dieser Zeitzeuge,  Hermann Kötting, setze sich gern – wie in alten Tagen – in den DIXI und schwärmte weiter von seinen Erlebnissen. Zu guter letzt schenkte er uns sein lang behütetes Album. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.

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    So hat Hermann auch vor rund 70 Jahren in dem DIXI gesessen und mit Paul Hoffmann aufregende Fahren unternommen.

    Es dauerte auch nicht lange, da kamen die Söhne und die Tochter der Familie Hoffmann an unseren DIXI und freuten sich, dass der Wagen wieder so schön hergerichtet war. Sie kannten ihn auch nur stehend in der Lagerhalle, voll zugestellt mit Kisten und Kartons. Gefahren sind sie ihn noch nie. Sie erinnerten sich an eine Blumenvase, die am Armaturenbrett befestigt war. Diese übergaben wir Ludger Hoffmann, der sich riesig darüber freute. Ein Andenken an seines Vaters DIXI!

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    Jetzt gab es kein Halten mehr: Es musste der DIXI auch fahrend gezeigt werden. Zuvor war aber Probesitzen angesagt:

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    Unser Tobias drehte dann mit allen Angehörigen der Familie Hoffmann noch kleine Runden über das Ausstellungsgelände zur Freude der Insassen und natürlich auch der Besucher. Es hatten sich  an diesem Tag ca. 300 Oldtimer vor der Stadthalle versammelt. Im Sauerland sind Oldtimer also auch sehr beliebt. Viele Besucher aus Attendorn erklärten uns, dass sie von der Existenz eines solch alten Fahrzeuges in ihrer Gegend gar nichts wussten. Einer jedoch konnte sich gut daran erinnern, denn er hatte 1986 den Auftrag, den DIXI für das Heimatmuseum „ausstellungsfähig“ zu machen. Fahrbereit sei er damals nicht gewesen. Und in diesem Attendorner Heimatmuseum haben wir den DIXI zum ersten Mal gesehen (Siehe den Einleitungstext diese Seite). Als Beweis legte er mir einige Buntfotos vor, wie er den Wagen hergerichtet hatte und übergab mir auch einen Zeitungsausschnitt von damals:

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    Lustig ist die Bezeichnung „Oldtimmer„. So war auch damals schon dieser DIXI eine Attraktion. (aus dem Archiv von Karl Baumhoff aus Attendorn-Röllecken)

    Die WDR – Lokalzeit hatte einen Reporter geschickt, der alles filmte. Hier sehen wir ihn bei dem Interview mit Frau Jeismann und Uta Hoffmann, die das einmalige Album präsentierte, woraus wir alles über den DIXI erfahren haben.  

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    Hier lässt sich der Veranstalter Karl-Heinz Wolbeck von Tobias durch die Veranstaltung fahren.

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    Später kam auch noch unser DIXIfreund Frank Mair aus Radevormwald mit seinem BMW DIXI. Wir beiden hatten eindeutig die ältesten Automobile bei diesem Oldtimertreffen gezeigt. Weitere Fotos sind hier zu sehen: Oldtimertreff im Mai 2022 • Oldtimertreff – Attendorn | Motorrad Auto Trecker 

    Dieser Tag krönte mein inzwischen 50jähriges DIXI – Schrauben und Fahren

    Unser Dank geht zuerst an die Familie Hoffmann, den Veranstalter Karl-Heinz Wolbeck, an Familie Jeismann, Herrn Baumhoff und nicht zuletzt an den absolut besten Zeitzeugen Hermann Kötting

    19. 06.2022

    Inzwischen haben wir einen weiteren Zeitzeugen aufgesucht. Dieser wurde mit seiner Braut in diesem DIXI im Jahr 1965 zur Hochzeit gefahren. Ein Foto davon ist im o.a. Album von Frau Dietlinde Hofmann aufgeführt. Mit großer Freude unternahm er eine kleine Rundfahrt und wir hatten den Eindruck, dass diese Begegnung eine schöne Erinnerung für ihn war. Auch er konnte uns einige nette Begebenheite aus der Düsseldorfer Studentenzeit erzählen.

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    Kfz.-Steuerbefreiung für unseren „letzten“ DIXI

    (eingestellt am25.09.2022)

    Beim Erwerb des Dixi bekam ich auch den originalen Bescheid über die Ablösung der  Kfz.-Steuer auf die gesamte Laufzeit des Wagens. Hier ist der Beleg in Postkartengröße, da dieser bei der Fahrt mitgeführt werden musste.

    Vorderseite:

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    Rückseite:

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    Dieser Steuerbescheid wurde von der Sachbearbeiterin des Hauptzollamtes Münster nicht anerkannt. 

    Sie verlangte unmissverständlich, daß ich meinen Einspruch zur Vermeidung von unnötigen Verwaltungsaufwand zurück nehmen soll. Eine telefonische Klärung konnte nicht vorgenommen werden, da sowohl weder ein/e Ansprechpartner/in noch eine Telefonnummer angegeben war. Daraufhin sah ich mich gezwungen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der meine Interessen vertreten sollte.

    Die rot gekennzeichneten Stellen dieses Schreibens waren eine Drohung für mich. Im Klartext verlangte die Sachbearbeiterin:

    Bezahle die Steuer, halte den Mund und mach mir nicht so viel Arbeit!

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    Der wiederholte Einspruch wurde durch den Anwalt veranlasst. Dieser hatte nochmals alle Belege eingereicht.

    Es folgte dann folgendes Schreiben, worin die Sachbearbeiterin den Einspruch vollumfänglich abgeholfen hat:

    Hier ist ein Auszug des amtlichen Schreibens (Namen und Telefonnummer der Sachbearbeiterin, unkenntlich gemacht):

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    Beigefügt war ein neuer Steuerbescheid über Euros 0,00. Die Gutschrift der geforderterten und bezahlten Kfz.-Steuer in Höhe von Euros 191,00 erfolgte umgehend auf mein Konto.

    Aktuell: 25.01.2023

    Damit ist leider die Sache noch nicht befriedigend für mich erledigt, denn jetzt wurde es teuer für mich!

    Für meine Beauftragung eines in der OLDTIMER MARKT oft publizierenden Fachanwaltes im Oldtimerrecht bekam ich von der Rechtschutzversicherung keine Deckungszusage. Davor hatte ich aber dem Anwalt einen Auftrag erteilt, was mir eine vierstellige Rechnug vor dem Komma ins Haus brachte. Es wurden für 4580 Einheiten für die Ermittlungen und Schreiben in Rechnung á  € 280,- gestellt. Dabei hätte nur ein Praktikant ein wenig googlen müssen, um auf einen Fall wie diesem zu kommen. Denn in der OLDTIMER MARKT  erschien schon im Heft 2/2008 auf Seite 30 der Artikel:

     Kuriose Gesetzeslage: Seit 75 Jahren sind manche Autos von der Steuer befreit.

    Das zum Thema „Aufwand und Recherche“. Mit dem Fachanwalt habe ich mich letztendlich auf einen einen „noch zu hohen“ dreistelligen Betrag einigen müssen. Ich ging hier nämlich von einem Streitwert von € 191,- = „H-Kennzeichen – Steuer“ aus, was wohl nicht zutraf. 

    Über diesen Schock und meine juristische Unerfahrenheit erkrankte ich derart, dass ich beschloss, den „Steuerbefreiten“ in gute Hände abzugeben.

    Jetzt der absolute Hammer:

    Das Hauptzollamt Münster, das mich schon einmal ablehnte und im selben Haus, vielleicht sogar im selben Zimmer „arbeitet„, verlangte vom neuen Besitzer, dass die damalige Ablösung nachgewiesen werden muss. Eine Beschwerde meinerseits beim Hauptzollamt wurde überhaupt nicht beantwortet und die Sachbearbeiterin hat wohl weiter nichts dazu gelernt!!! Von ihr verlangte ich sofort die Rückerstattung meiner Anwaltskosten. Keine Reaktion erfolgte!!!

    Daraufhin wandte ich mich an die Pressestelle des Zollamtes Münster. Tatsächlich bekam ich eine Antwort: Mein Fall  wird an „gehobenen Ebene“ weitergeleitet. Wenige Tage später kam eine Antwort von der Leitstelle des Zoll. Hier wird diese vorab gekürzt angezeigt, da ich noch auf eine Einigung hoffte und nicht weiterhin mit dem „Bedauern“ der Leitstelle weiter leben muss:

    ...in Ihrer E-Mail vom 01.02.2023 bitten Sie darum, den Vorgang zur Steuernummer K 121.2892.1894 in meinem Haus einer 
    kritischen Überprüfung zu unterziehen. Das habe ich in Abstimmung mit der zuständigen Sachgebietsleiterin getan und 
    bin zu folgendem Ergebnis gelangt: 
    Ich bedaure, dass Ihnen durch den zunächst fehlerhaften Steuerbescheid die Aufwendungen für einen Rechtsbeistand  entstanden sind. Im Bereich der Steuerfestsetzung müssen täglich eine Vielzahl von Anträgen bearbeitet werden,  wobei Fehlentscheidungen nicht immer ausgeschlossen werden können. Dies gilt umso mehr für nicht alltägliche Fälle. Zu diesen nicht alltäglichen Fällen gehört auch der Sachverhalt, der Ihrem Steuerfall zugrunde liegt. Der Gesetzgeber hat diesem Umstand Rechnung getragen, indem er die Möglichkeit geschaffen hat, gegen einen Steuerbescheid Einspruch  einzulegen...... Ich bedaure die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten und die daraus resultierende Verärgerung........

    Nachdem ich nach zwei Wochen mir eine Erinnerung erlaubte, kam folgende

    Stellungnahme des Hauptzollamtes Münster:

    (vom 3. März 2023) 

    – Die Leitung –

    (Namen wurden entfernt)

    ...leider kann ich Ihnen keine anderen Auskünfte geben als in meiner vorherigen E-Mail. Für die Erstattung Ihrer Rechtsanwaltskosten gibt es 
    keine gesetzliche Anspruchsgrundlage. Das Informieren der Medien bleibt Ihnen unbenommen - ich weise Sie allerdings vorsorglich darauf hin, 
    dass wir aus Gründen des Steuergeheimnisses keine Informationen über Ihren Fall an Dritte geben dürfen.
    

    Meine Antwort an die Leitstelle der Zollamtes:

    …danke für Ihre unmissverständliche Antwort.

    Auskünfte, die das Steuergeheimnis betreffen brauchen Sie  nicht zu erteilen. Dieses werde ich schon erledigen.

    Sie können aber nicht verleugnen, dass Ihre Sachbearbeiter*innen in diesem Fall mich gezwungen haben, einen Anwalt einzusetzen.

    Eindeutig wurde eine Ablehnung angedroht. Warum? Weil sich Ihre Mitarbeiter*innen  nicht die Mühe machten, ihre eigenen Gesetze

    durchzulesenDieses nicht nur bei mir, sondern auch für den neuen Halter dieses steuerbefreiten Automobils. Durch Ihre wiederholte  Ablehnung werden diese sogar noch ermuntert, ihre Arbeit weiterhin durch Nichtbeachtung der Gesetze zu handeln. Warum geben Sie

    das nicht einmal zu?

    Für mich ist diese Angelegenheit noch nicht erledigt….

    Was ist hier die Schlussfolgerung:

    Die Leitstelle des Zollamtes Münster hat überforderte Sachbearbeiter*innen, die Fehlentscheidungen verkünden und nicht dafür grade stehen müssen. Dabei werden diese von der Amtsleiterin auch noch voll gedeckt.

    Sie hat nur ein Bedauern für mich übrig!

                                     Meine Frage: Was habe ich hier falsch gemacht?

    ……………………………………………………

    07.03.2023

    Inzwischen erfuhr ich auch, dass das Hauptzollamt dem neuen Besitzer die Steuerbefreiung anerkannt hat.

    Das „vorerst“ letzte Foto  vom DIXI Paul mit seinem neuen Besitzer.

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    Möge Paul – davon bin ich überzeugt – ihm viel Freude bringen.

    Alle meine restaurierten DIXIs sind nur bei echten Freunden gelandet, die ich mir aussuchen durfte.

     Dieses Foto zeigt den schon lange verstorbenen Vater (links mit seinem roten BMW-DA 2) des neuen Besitzers. Der graue BMW AM 4 ist    der erste Wagen, den der neue Besitzer voll restauriert hat. Mit dem Vater hatte ich sehr oft in den 70er Jahren Kontakt.

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    Der neue Besitzer kannte mich dem Namen nach von seinem Vater her und ich versprach ihm, in meinen Unterlagen nach zu forschen, ob ich noch etwas aus der Zeit von 1975 finden kann. Ich wusste noch, dass ein Foto von seiner Mutter mit ihrem IHLE bei mir war – aber wo? In den letzten 48 Jahren haben sich fast kistenweise die vielen Fotos angesammelt.      Beim Suchen entdeckte ich einen dicken Ordner und fand da einige Korrespondenz aus dieser Zeit, die ich fast vergessen hatte.

    Damals – 1975 – gab ich eine Anzeige in der erstmalig erschienenen AUTOMOBIL UND MOTORRAD CHRONIK auf, in der ich vorschlug, einen DIXI – Gruppe zu gründen. Daraufhin bekam ich die „stolze“ Zahl von 6 Briefen interessierter Personen. Dabei war auch ein Schreiben vom Vater des jetzigen steuerbefreiten DIXIs.

    Es kam also zu keiner Clubgründung und die Sache schlummerte ein. Auch war es für mich in dieser Zeit arbeitsbedingt sehr eng. Der Kontakt zu Herrn Thunig schlief dann ein – bis sich sein Sohn 2022 bei mir meldete und Interesse an unserem DIXI zeigte. Dieser ist nun stolzer Besitzer eines DIXIs mit einer richtigen Geschichte.

    Einen Brief – damals war das „Du“ noch nicht sofort am Zuge – von Herrn Karl-Heinz Thunig erlaube ich mir  zu veröffentlichen, ebenso mit dem auch wieder entdeckten Bild. Natürlich habe ich diese Originale an den Sohn weitergeleitet. Wir wünschen ihm noch viel Freude damit!

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    i_thunig.brief.1975.2._1000

    eingestellt am09.12.2023

  • Alle DIXI Typen

    Diese hier aufzuführen ist nicht erforderlich. Es wird hingewiesen auf die Internetseite der

    DIXI-Interessengemeinschaft.

    Diese hat hier eine umfangreiche Typologie verfasst

    Dixi und BMW 3/15 – Dixi Interessengemeinschaft

  • Sankt Christophorus : Der Schutzheilige aller Verkehrsteilnehmer

    Fahrzeugsegnungen in Düsseldorf

    (Die Schreibweise des Heiligennamen ist sehr unterschiedlich, nämlich einmal mit „e“ hinter dem ph und andermal mit „o“. Generell muss es ein „o“ sein, denn der Name kommt aus dem Griechischen und dort heißt „phorein = tragen“ . Und der Heilige ist eben der „Christusträger“).

    Historie

    Nachdem Papst Pius XI. den hl Christophorus als Schutzpatron für Autofahrer benannt hatte, lag es für die Düsseldorfer nahe, an der Kapelle der 14 Nothelfer in D-Stoffeln auch Autos und Verkehrsteilnehmer segnen zu lassen.

    1934 rief der damalige Pfarrer Johannes Röhrig von der Pfarre St. Suitbertus in Bilk zur Autosegnung auf.

    1935 wurde – ebenfalls auf Initiative von Pfarrer Röhrig – die „Christopherus-Gilde“ gegründet, die die Verehrung des hl. Christophorus fördern wollte.

    1935 wurde die Autosegnung in Stoffeln von der Gestapo verboten. Die Gilde gründetet sich trotzdem und hielt jeden Monat einen Gottesdienst zur Verehrung des Heiligen.

    Von 1936 bis zum Kriegsende wurden wieder jährlich Autos gesegnet.

    1949 fuhren erstmals nach dem Krieg wieder Autos zur Kapelle in Stoffeln.

    1952 wurde die Christopherus-Gilde wiederbelegt. Es wurden Medallien geprägt und verkauft.

    1961 – auf dem Höhepunkt der Bewegung – hat die Christopherus-Gilde rund 200 Mitglieder.

    Im Juni / Juli findet nun alljährlich wieder eine Fahrzeugsegnung statt.

    Bei der Erstellung dieses Berichtes und der Fotos war mir Herr Dr. Ulrich Brzosa behilflich, wofür ich mich herzlichst bedanke!

    So groß war der Andrang vor über 90 Jahren in Düsseldorf

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    Zur Autosegnung im Jahre 1934 fuhren 225 Fahrzeuge vor.

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    Auf der linken Seite ist die Kapelle zu erkennen.

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    Der Schutzpatron in unserem DIXI von 1928

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    Reisepatron Christophorus

    Alle anderen seiner Zunft überragt er um Längen. So groß wie drei ausgewachsene Mannsbilder soll Christophorus gewesen sein. Unter den katholischen Schutzpatronen und Nothelfern ist er der Star. Dennoch strich ihn der Vatikan 1969 aus dem römischen Festkalender – mangels historisch zuverlässiger Quellen. Seine Popularität ist trotzdem immer noch riesengroß.

    Fahrzeugsegnungen rund um seinen Gedenktag, den 24. Juli, erfreuen sich in Deutschland nach einer Pause in den 80er Jahren wieder großer Beliebtheit, so bei der Christophorus-Bruderschaft in München St. Maximilian. In der Urlaubszeit hoffen viele auf den Segen des Reisepatrons. Doch nicht nur für unterwegs ist Christophorus gut. Man ruft ihn an zum Schutz vor plötzlichem Tod, Hagel und Feuersbrünsten, bei Augenleiden und Zahnweh.

    Von dem Vorleben des heiligen Hünen zeichnet die Legende kein sonderlich sympathisches Bild: Einst trieb er in Kleinasien als ein Menschen fressendes, hundeköpfiges Monster namens Reprobus sein Unwesen. Als der kraftstrotzende Koloss einmal ein Kind schultert, um es über einen reißenden Fluss zu tragen, strauchelt er. Am rettenden Ufer angekommen, offenbart sich ihm die so unvermutet schwere Last als Christus selbst. Aus Reprobus wird Christophorus – der Christus-Träger.

    In unzähligen Kirchen, auf etlichen Hauswänden ist er seither präsent, meist als Rübezahl mit einem knorrigen Baumstamm in der Hand und dem Kind auf der Schulter. Leider ist die Abbildung am Stoffeler Kapellchen in Düsseldorf übermalt worden. Seine Verehrung breitete sich rasch nach Westen aus, vor allem in Süddeutschland und den Alpenländern. Im Regensburger Dom ist der Nothelfer gleich fünf Mal anzutreffen. Während etliche Heilige vergessen sind, wurde der Christophorus-Kult laufend aktualisiert. Aus den Bittgängen der Fuhrleute und Pferdeumritten entstanden motorisierte Christophorus-Wallfahrten. Die erste in Deutschland führte am 24. Juli 1932 von München ins oberbayerische St. Christoph-Steinhöring.

    Papst Pius XI. (1922 bis 1939) führte die Autosegnung zu seinem Festtag offiziell ein. Schlüsselanhänger und Christophorus-Plaketten fürs Armaturenbrett werden – trotz Kirchenaustritten – in großer Zahl abgesetzt. Im Verkehrs- und Rettungswesen besitzt der Heilige Markenqualität. Und man kann sogar in ihm blättern. Der Liebhaber flotter Flitzer aus Schwaben wird im Porsche-Kundenmagazin „Christophorus“ fündig.

    Die Legende

    Der Legende nach soll Christopherus (auch: Christophorus) zuerst Reprobus geheißen haben (der Verdammte). Er wollte den mächtigsten Herrscher der Welt suchen, um sich in seinen Dienst zu stellen. Zuerst kommt er zu einem König, den man für den mächtigsten Mann seiner Zeit hält. Als ein Gaukler in einem Lied vor dem König den Teufel erwähnt, macht der König das Kreuzzeichen. Offensichtlich hat der König Angst vor dem Teufel. Christophorus sucht nun den Teufel, der anscheinend mächtiger ist als sein König. Als er ihn findet, tritt er in seinen Dienst. Als sie auf ihren gemeinsamen Wanderungen an einem Kreuz vorbeikommen, macht der Teufel einen Umweg. Auf des Reprobus bohrende Frage hin muss ihm der Teufel bekennen, dass er Angst vor dem Kreuz habe, seitdem Jesus Christus daran gestorben sei. So macht sich Christophorus auf den Weg, Jesus Christus zu finden und ihm zu dienen. Auf seiner Suche findet er einen Einsiedler. Er fragt ihn: „Was muss ich tun, um Jesus Christus zu sehen?“ Der Einsiedler verweist ihn auf das Fasten. Doch das kann Christophorus nicht. Da sagt ihm der Einsiedler: „Siehst du den gefährlichen Fluss da unten? Die Leute, die ihn überqueren wollen, verlieren oft ihr Leben dabei. Lass dich an seinem Ufer nieder. Dein ungeheurer Wuchs und deine gewaltige Kraft werden dich instand setzen, die Reisenden von einem Ufer zum ändern zu tragen. Sei jedermanns Diener, so wirst du den König der Könige, Jesus Christus, sehen.“ Als er schon viele Jahre den Menschen gedient hatte, wollte ein Kind, dass er es über den Fluss trage. Das Kind wird auf seinen Schultern immer schwerer. Als er es am anderen Ufer absetzte, sagte er zu ihm: „Ich glaubte zu sterben. Es war, als wenn ich die ganze Welt auf den Schultern gehabt hätte. Ich hätte es nicht länger ertragen.“ Das Kind antwortete ihm: „Christophorus, du hast mehr getragen als die Welt, du hast den Schöpfer der Welt getragen: Ich bin der König Jesus Christus.“ Er heißt nun nicht mehr Reprobus, der Verdammte, sondern Christophorus, der Christusträger.

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    Unsere Teilnahmen bei den Autosegnungen der vergangenen Jahre.

    Das war die Ankündigung zur Fahrzeugsegnung im Juni 2006 in der Rheinischen Post. Seitdem ist das Foto in jedem Jahr in der Zeitung.

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    Fahrzeugsegnung 2008

    Zwei weitere DIXIs waren diesmal dabei und holten sich auch den Segen ab. Vorher nahmen wir gemeinschaftlich am Gottesdienst in der Stoffeler Kapelle teil. Pfarrer Fobbe hielt eine auf die Segensfeier bezogene Predigt und teilte anschließend den Segen aus. Allerdings war die Anzahl der Teilnehmer nicht so groß wie in den vergangenen Jahren. Auch tauchten Youngtimer auf, natürlich Fahrräder und auch neben den Motorräder noch Quads. Diese dürften wohl die ersten „gesegneten“ Quads in Düsseldorf sein.

    Nach der Segnung fuhren wir noch in die Classic Remise zu einem gemütlichen Plausch, wozu  auch noch Hans Moser mit seinem DA 1 kam. Ein schönes gemütlich Treffen wieder einmal in Düsseldorf.

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    Die Dixis vor der Kapelle

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    Ein Quad mit seinem Fahrer erhält den Segen

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    Fahrräder waren auch dabei

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    ebenso ein Youngtimer BMW 1802

     
    segkönigFamilie König rollt an segboAus Bochum zum Segen angereist
    segda1nUnser DA 1 darf natürlich nicht fehlen  tvköKönig Manfred gibt ein TV Interview für den WDR 
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    Auf dem Parkplatz im Meilenwerk (Classic Remise)
    meiltischBenzingespräche nach der Segnung 

    Im Jahr 2009 wurde unser DIXI während der 23. DIXI-Ausfahrt im bayrischen Wallfahrtsort Altötting vor der Marienkapelle gesegnet

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    Segnung der Verkehrsteilnehmer am Stoffeler Kapellchen im Jahr 2010

    In diesem Jahr herrschte seit einigen Tagen eine drückende Hitze in Düsseldorf. Jeder mied den Gang in die Sonne. Selbst am Rheinufer waren kaum Personen zu sehen, kaum ein Jogger oder auch Hundeausführer. Ich führe es daher auf diese heftige Hitze zurück, dass nur Wenige mit ihren Fahrzeugen zur Segnung kamen. An diesem Wochenende war hier auch das Frankreichfest, an dem über 150 Oldtimer teilnahmen. Trotzdem fanden sich einige wenige ein, darunter ein Fiat 600, ein BMW 1802 und mein alter Freund Joe Doll mit seinem Ford A. Dem segnenden Geistlichen wurde sogar ein Sonnenschirm besorgt, sonst wäre er hitzemäßig zusammengebrochen. Meiner Schätzung nach nahmen ungefähr 70 Fahrzeuge an dieser traditionellen Segnung teil

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    Segnung der Verkehrsteilnehmer im Jahr 2011

    Bei schwülem Wetter fand die Fahrzeug- und Verkehrsteilnehmersegnung am 10. Juli am Stoffeler Kapellchen statt. Pfarrer Spieß, der sich um die traditionellen „Sparte“ des neuen Pfarrverbundes St. Bonifatius kümmert, segnete nach dem Gottesdienst die Fahrzeuge und ihre Benutzer. Diesmal war ich mit dem einzigen Oldtimer dabei. Es waren auch keine Motorräder zu sehen und die Zahl der Fahrzeuge schätze ich auf rund 50 Stück. Dafür aber waren Eltern mit Kindern und Fahrrädern da. Den Fahrradfahrern und Kindern hier in Düsseldorf ist der Segen besonders wichtig, denn täglich lesen wir in der Zeitung von bösen Unfällen mit ihnen. Leider war in der örtlichen Presse die Ankündigung recht dürftig, ohne Anfahrtsbeschreibung und Hinweis auf die Tradition. Vielleicht wird es im nächsten Jahr wieder besser.

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    Segnung der Familie

    Pfarrer Spieß schaut skeptisch und gab uns den Segen

    Segnung der Verkehrsteilnehmer am 1. Juli 2012

    Eigentlich wollte ich mit dem Film DA 3 zur Segnung fahren, aber dieser wollte nicht so richtig. Auch hatten sich keine weiteren Oldtimerfreunde bei mir gemeldet, sodaß ich den Gottesdienst ausfallen ließ und kurz nach 12:00 Uhr an der Kapelle auftauchte. Ich mußte mich in die lange Reihe reinschmuggeln. Einen Inno-Cooper mit einem alten Herrn traf ich auch an, aber der verschwand so schnell, daß ich mich garnicht mit ihm unterhalten konnte. Die Presse stürzte sich dann auf mich und ich erklärte schlicht und einfach, daß ich schon jahrelang mit meinen Fahrzeugen hierher komme. Schließlich geht es hier nicht nur um die „Kisten“ sondern auch um die eigentliche Gesinnung den anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber. Da ich den Presseleuten einen Hinweis auf diesen Seite meiner Homepage gab, haben die sich auch in ihren Artikeln ganz nach meinen Aufzeichnungen gehalten. Die Zeitungsartikel folgen nach den Fotos.

    Die Rheinische Post berichtet am 15. Juli 2013 in ihrer Montagsausgabe:

    In diesem Jahr waren nicht viele zur Segnung erschienen. Ich meine, daß es die geringste Anzahl seit Jahren war. Kaum mehr als 40 Fahrzeuge. Dabei waren natürlich die Düsseldorfer DIXIs, die dann auch gerne von der Presse abgelichtet werden.

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    Im Jahr 2014 erschien dieser Bericht in der Rheinischen Post

    (es wechseln zwar die Schreiberinnen, aber nicht die Überschrift)

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    Diesmal ohne ein Foto von unseren alten Kisten dabei. Auch ich muß sagen, daß in diesem Jahr wesentlich mehr Teilnehmer erschienen sind als in den vergangenen Jahren.

    Im Jahr 2015 fiel die Segnung der Verkehrsteilnehmer aus nicht nachvollziehbaren Gründen aus.

    Hier der Bericht aus der Rheinichen Post zum traditionellen Segen im Jahr 2016

    Der Reporter hat sich die Gesichter, Automobile und Namen nicht gemerkt, daher eine falsche Bildunterschrift. Am Steuer sitzt Manfred König.

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    Auch in diesem Jahr war kein großer Andrang zu erkennen. Das lag auch wohl daran, dass in der Presse das Ereignis nicht angekündigt war und wohl nur die postalisch eingeladenen Mitglieder der Christophorus Gemeinschaft erschienen sind. Der im Ruhestand lebende Pfr. Spies, dem es auch sehr an der Tradition liegt, speziell im Düsseldorfer Brauchtum, liess es sich nicht nehmen, auch hier wieder für uns den Gottesdienst zu feiern und uns vor der Stoffeler Kapelle zu segnen. In seiner Predigt wies er darauf hin, dass wir uns rücksichtsvoll im Straßenverkehr verhalten und ein gutes Beispiel abgeben sollten.

    Die Segnung der Verkehrsteilnehmer im Jahre 2017

    Und hier der Bericht aus der Rheinischen Post – obwohl diese Zeitung keinen Hinweis auf diese Segnung vorher veröffentlicht hat!

    Der rote DIXI hat es den Reportern immer wieder angetan, allein schon, weil er absolut original ist und eine echte Patina aufweist. Mit den Typenbezeichnungen kommen die Schreiber auch nicht so richtig klar.  Die Auskunft hat wohl der Gemeindevertreter mit dem Körbchen gegeben.

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    auf dem Kapellenvorplatz in Stoffeln

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    die lange Autoschlange, im Hintergrund Pfr. Spieß

    Segnung der Verkehrsteilnehmer im Jahr 2018

    Im Jahr 2018 waren nur zwei Dixis dabei. Unser Freund Manfred König und seine Gattin sind schon öfter dabei gewesen und wahren die Tradition. Trotz aktiver Werbung haben sich doch nur wenige Verkehrsteilnehmer zur Segnung eingefunden. Einen Citroen 2 CV konnte ich noch entdecken und selbst eine alte Dame kam mit ihrem elektrischen Rollstuhl vorgefahren. Fahrradfahrer, Rollerfahrer waren auch zu sehen und leider nicht allzuviele Automobile. Vermutlich hat das heiße Wetter viele von dieser Anreise abgehalten. Schade!

    Im Jahr 2019 wurde die Kapelle renoviert. daher fiel die Segnung aus. Die Corona Pandemie ließ Segnungen in den Jahren 2020 bis2022 nicht zu.

       Aus der Kirchenzeitung des Erzbistum Köln am 23. Juni 2023

    Mit Gottes Segen in die Ferien                                                                 

    Zur Sommer-Reisezeit wurden am vergangenen Wochenende an mehreren Orten im Erzbistum Köln Fahrzeuge und natürlich auch ihre Fahrerinnen und Fahrer gesegnet. So auch an der Stoffeler Kapelle in Düsseldorf, wo eine „Autosegnung“ bereits seit 1934 durchgeführt wird. In der Wallfahrtskapelle „Zum Heiligen Kreuz und den Vierzehn Nothelfern“ begrüßte Pastoralreferentin Jessica Weis aus der Kirchengemeinde St. Bonifatius Auto- und Motorroller -fahrende zu einem Wortgottesdienst, dem sich Einzelsegnungen anschlossen. Wie ist das bei euch? Habt ihr einen heiligen Christophorus als Plakette im Auto? Lasst ihr euer Fahrzeug vor großer Fahrt segnen? (Foto: Henning Schoon).

    Wir waren leider diesmal nicht dabei, denn wir haben an der tradionellen Spargelausfahrt des Allgemeinen Spargel Club mitgemacht. Als Gründungsmitglied aus dem Jahr 1980 war ich dazu verpflichtet.

    Leider fielen die Segnungen in den Jahren 2024 und 2025 aus. Das lag wohl an der Änderung der Pfarrgemeinde -verbänden. Leider ist inzwischen auch Pfarrer Spies verstorben, der jahrelang die Segnungen vornahm.

    Aus organisatorischen Gründen ist in diesem Jahr 2026 auch keine Segnung möglich. Wir hoffen, dass die Tradition ab 2027 wieder stattfinden wird.

    Gemälde des heiligen Cristophorus in der Fleher Kirche „Schmerzreiche Mutter – Mater dolorosa „

  • BMW DA 3 „Rennwagen“

    Unser Rennwagen

    Das Vorbild – so sollte er aussehen…

    …und er wurde doch noch schnittiger!
    Zeitungsbericht vom Juni 2010


    Die Geschichte unseres Rennwagens

    Wie es begann….

    Das Volks- und Wirtschaftsmuseum der Stadt Düsseldorf veranstaltete 1978 mit dem Lips-Autodrom aus Drunen in Holland eine große Oldtimerschau in der alten Messehalle am Hofgartenufer, wo sich heute die Victoria-Versicherung befindet. Ein Höhepunkt der Schau war dort ein Oldtimertrödelmarkt . Da ich im Laufe der Jahre einige „Edelschrott“-Teile gesammelt hatte, machte ich dort einen kleinen Stand. Aber nicht um zu verkaufen sondern um mit den Düsseldorfer Oldtimerfreunden unserem Hobby zu frönen. Zu dieser Zeit war der Oldtimerboom noch nicht so heftig und ausgereizt. Wir machten uns dort ein schönes Wochenende, suchten Teile bei anderen Ausstellern und lernten viele Leute kennen. Dabei blieb es nicht aus, dass ich wegen meines Heimvorteils einige „geistige“ Getränke nicht ausschlug und es war damals sehr lustig.


    Nie werde ich vergessen, wie in den Nachmittagsstunden ein seriöser Herr bei mir auftauchte und fragte, ob ich Ahnung von einem BMW 315 hätte. Dabei zeigte er mir ein Foto von einem typischen BMW Sportwagen mit den bekannten „Nieren“. Was mir an diesem Fahrzeug auffiel waren jedoch die schmalen Speichenräder. Das konnte kein Sechszylinder sein. Auf meine Frage, wo der Wagen denn in natura zu besichtigen sei, erfuhr ich, dass er nicht weit weg auf der anderen Rheinseite in Düsseldorf-Oberkassel stünde. Wegen meines leichten Alkoholkonsums wollte ich einen Besichtigungstermin vereinbaren, was sich aber erübrigte, weil der nette Herr mir anbot, mich hin und wieder zurück zu fahren. Gesagt – getan.

    Der Augenblick der Wahrheit….

    In einem kleinen Anbau wurde das Tor zur Seite geschoben und ich sah den Sportwagen. Ein Blick auf die Räder genügte um festzustellen, dass dieses ein DIXI ist, vielleicht mit einer Ihle Karosse. Beim näheren Betrachten der Mechanik erkannte ich die Vorderachse und ich war auf einen Schlag völlig nüchtern! Der Wagen hatte eine geschwungene DA 3 Vorderachse!! Sofort wurde das Typenschild gesucht und darauf war eine 19…. Fahrgestellnummer eingeschlagen! Jetzt war es um mich geschehen! Ein DA 3 in Düsseldorf! Wie kommt der Wagen hierher?? Eine Erklärung war schnell gegeben. Der Anbieter war Besitzer eines großen Bekleidungshauses in Düsseldorf und dieser Wagen stand jahrelang in einer Filiale als „Beschäftigungsobjekt“ für die Kleinen in der Kinderabteilung. So sah der Wagen auch aus: Keine Instrumente, keine Sitze, ein modernes Lenkrad und das Schlimmste war: Eine schrecklich grüne Lackierung bedeckte die verbeulte Karosse. Aber ein DA 3!!! An diesem Tag kam es zu keinem Verkaufsgespräch. Ich hatte den Eindruck, dass ich hier nur als „Spezialist“ zu einer Fahrzeugbestimmung und einem Preisgespräch geholt wurde.


    Für mich begann eine unruhige Zeit. Ein DA 3 in meinem Revier. Sollte ein Traum wahr werden? Ich bot mehrmals eine für damalige Zeiten große Summe, bekam aber keine positive Antwort. Es hieß, dass sich die eigenen Söhne nun für den Wagen interessierten. Man wolle da einen Kadett-Motor einbauen und den Wagen dadurch fahrbereit machen. Immer wieder fuhr ich bei jeder Gelegenheit nach Oberkassel, es tat sich aber nichts.


    Im Mai 1980 fasste ich erneut meinen Mut und schrieb den Besitzer höflich an, um mich wieder in Erinnerung zu bringen: Nichts! Plötzlich, im September 1980 fand ich rein zufällig eine Annonce in der Rheinischen Post. Das war „mein“ DA 3! Und wieder begannen Verhandlungen. Angeblich hätten sich mehrere auf die Anzeige hin gemeldet und wegen der großen Interessentenzahl wolle man erst einmal abwarten.

    Die Anzeige in der Rheinischen Post

    Der Erwerb…..

    Am 19. November 1980 war es so weit: Ein Kaufvertrag über einen für mich viel zu hohen Preis wurde erstellt und nun war der Wagen mein! Tobias und ich holten ihn dann ab und brachten ihn in unsere alte Halle auf der Christophstraße.

    Inzwischen hatte ich mich bei Hans Fleischmann im BMW – Werksarchiv erkundigt. Von ihm erhielt ich die Antwort, dass zu dieser Fahrgestellnummer eindeutig ein DA 3 gehörte, der eine Sonderkarosse bekommen hätte. Daraufhin untersuchte ich die Karosse ganz intensiv. Eine „Ihle“ Karosse war es nicht, es fehlte die runde Kardanabdeckung. Dann waren die nach vorne zu öffnenden Türen viel zu schwer, ebenso das bauchige Heck. Bei der Untersuchung der Frontmaske stellte ich fest, dass diese wohl von einem BMW 315 war, aber geschmälert wurde und das interessanteste war: Die Nierenmaske war auf der originalen DA 2 Frontmaske befestigt! Das konnte nicht die Sonderkarosse sein, mit der der DA 3 wohl ausgeliefert wurde. Diese Blechkarosse, verbeult und verrostet, musste weg! Es fand sich auch bald ein Käufer dafür. Recherchen bei den Vorbesitzern lt. dem Kraftfahrzeugbrief blieben leider erfolglos.

    Hier war der DA 3 mit einer Ihle ähnlichen Karosse abgestellt.

    Tobias inspizierte das neue Objekt nach der Abholung.


    Der Restaurationsbeginn…..

    Dann begann ich mit der Restauration der Mechanik. Damals ahnte ich noch nicht, dass die Fertigstellung sich über Jahrzehnte hinziehen wird. Ein Hallenwechsel stand an, alles musste quer durch Düsseldorf in den Norden der Stadt verlagert werden. Nun begann wieder das Restaurieren. 1991 machte ich mit dem leider inzwischen verstorbenen Johannes Buckting die ersten Entwürfe für die Karosserie. Es sollte was einmaliges sein. Zwischenzeitlich waren unsere Jungs auch schon autobegeistert. Für diese standen auch nun Restaurationen von MINIs an, also wieder eine Ruhepause für mein DA 3 Projekt.

    Der Motor sollte „heiß“ gemacht werden, das konnten nur die Briten. Anlässlich eines Besuches bei meinem Freund Ken Cooke nahm ich den Motor mit. Eine Phoenix-Kurbelwelle wurde eingebaut, besondere Pleuel beschafft und eines Tages war der Motor auch fertig. Er sollte mit einem VD Kompressor eingesetzt werden. Hier haben die Engländer aber irgendwie nicht den richtigen Plan gehabt und das Kompressor Projekt wurde verworfen. Auch hatte ich Kontakt mit J. Francis Heath aufgenommen, die mir eine besondere Karosse schneidern wollte. Leider verstarb sie, sodass mein Projekt wieder einschlief.

    So stand die Mechanik lange Zeit herum.


    Und wieder stand ein Hallenwechsel an. Nun ging es vom Norden wieder in den Süden und gar nicht weit weg von unserer Wohnung. So verstrich die Zeit mit MINI Restaurationen, einschließlich MINI – JEM und vielen anderen Dingen. Inzwischen war ich nun auch 60 Jahre alt geworden und ich beschloss das aktive Berufsleben zu beenden und nur noch das zu machen, was uns Spaß und Freude bereitet. Hierzu sollte die Fertigstellung des DA 3 gehören. Unser älterer Sohn Daniel hatte auch geheiratet und geht in seinem IT-Job voll auf (Dank ihm habe ich diese Homepage) und Tobias zog es beruflich nach Berlin. So musste ich mich alleine beschäftigen.

    Karosseriebau beginnt….

    Ich holte mir einige Angebote ein für einen Karossenaufbau. Die Briten, einschließlich Le Riche von der Insel Jersey hatten für mich utopische Preise. Der Karosseriebauer Janssen aus Holland machte mir ein gutes Angebot, wozu ich mich aber auch nicht entschließen konnte. Durch Zufall lernte ich die Spezialisten von Classic-Concept in Willich, keine 30 km von meinem Wohnort kennen, die sich bereit erklärten, für einen akzeptablen Preis meine Karosse aus Aluminium zu konstruieren und zu bauen. Das inzwischen mechanisch fertig gestellte Fahrwerk wurde nach Willich gebracht. Nach wenigen Tagen erhielt ich schon die Einladung zum Probesitzen, denn die Karosse sollte auf unsere Körpergröße hin gebaut werden. Nun ging es Schlag auf Schlag. Dank der Großmütigkeit der Firmeninhaber durfte ich in deren Betrieb mitwerkeln. Einen grauen Kittel tragend wurde ich als Meister angesprochen. Es war eine herrliche Zeit, dort zu arbeiten. Alle meine Wünsche wurden dort eingebracht und auch durchgezogen. Eine lange Motorhaube, ein bequemer Einstieg, ein Tank im Spitzheck und eine DA 1 Frontmaske musste der Wagen haben. Nichts soll karosseriemäßig auf einen DA 3 hinweisen, am wenigsten etwas an die BMW Karosse. An meinem Renner soll vieles an den Ursprung AUSTIN SEVEN erinnern, daher wurden die Instrumente und Embleme ohne BMW- Logo montiert. Die Hölzer für Sitze und Lehnen wurden angepasst und in wenigen Tagen waren die Ledersitze einbaufertig. Mein Düsseldorfer Oldtimerfreund Friedel Geskes fertigte die komplette Elektrik, so wie ich es haben wollte. Der Prüfingenieur des TÜV war begeistert weil alles bestens funktionierte. Beim Straßenverkehrsamt bekam ich auch das begehrte DA 3 Kennzeichen.

    Die Fertigstellung

    Nun ist der Renner seit April 2005 fertig, läuft wie der Teufel und ist auch ohne Kompressor schnell genug. Viele Fahrten hat er schon absolviert, war beim Hercules-Bergrennen in Kassel, beim 750 MC Treffen in Beaulieau, beim Rundkurs auf Schloss Dyck und auf dem Nürburgring.

    Die Trennung

    In der Zwischenzeit sind wir an einen weiteren BMW DA 3 in Form eines Wracks aber mit interessanter Historie gekommen: Der „Film DA 3“. Daher trennten wir uns vom Renner. Er ist nun in einem Privatmuseum in Nürnberg – Silberhorn Classic -. Dort fühlt sich sicherlich gut behütet.

  • Eillieferwagen

    Eillieferwagen


    Im Jahr 1978 entdeckte ich in Düsseldorf Benrath einen BMW DA 2 mit teilweiser erneuertem Zweisitzeraufbau. Der Besitzer hatte den originalen Kraftfahrzeugbrief vorliegen. Beim genauen Studium dieser Urkunde fiel mir auf, dass unter der Typenbezeichnung „Lastwagen“ stand. Eine Fahrgestellnummer Abfrage bei BMW Archiv in München ergab, dass es sich tatsächlich um einen sogenannten Eillieferwagen handelte. Durch Zufall kam ich auch an eine Blaupause des Karossenaufbaus, sodass mein Entschluss feststand: Er wird wieder aufgebaut. Mit Hilfe meiner Familie dauerte es doch noch einige Zeit, bis er fertig war.

    Ein Restaurationsbericht hierüber erschien in der Automobil- und Motorrad Chronik im August 1985:

    Hier eine Kopie vom originalen KFZ.-Brief am Textende. Auf der linken Seite ist zwischen den Pfeilen die ccm-Zahl 57 angegeben. In Wirklichkeit hat der Motor 750 ccm. Es muss hier also ein phonetischer Schreibfehler vorliegen, den sich der Beamte damals geleistet hat. Auf dem unterem Bild rechts wurde mein Eillieferwagen zum ersten Mal der Öffentlichkeit in Bad Homburg gezeigt. Vor mir steht Tobias, neben mir der junge Mann ist der Sohn vom damaligen BMW-Archivar Hans Fleischmann. Daneben steht Kimio Doi, ein japanischer BMW Fan, der den Lieferwagen unbedingt von mir kaufen wollte. Gut, das ich damals nicht den Wagen abgegeben habe, denn Kimio Doi ist inzwischen verstorben und die Sammlung total aufgelöst.

    Kimio Doi – ein inzwischen verstorbener japanischer BMW Fan, der den Wagen unbedingt haben wollte.

    Dieses Auto wurde 1990 an das BMW-Museum abgegeben. Es wird gern gezeigt, weil es der einzig noch existierende ist von je 435 Stück gebauten Modellen. Es existiert hierzu ein Restaurationsbericht, der in der Automobil und Motorrad Chronik erschien im August 1985. Dieser Wagen wurde auch von der bekannten Modellbaufirma AUTOART detailgetreu nachgebaut und ist im Handel erhältlich.

    Dies ist der BMW Dixi Eil-Lieferwagen von 1931.

    Nun steht der Wagen in München bei der BMW AG und wird auch bei vielen Ausstellungen gezeigt.

    Viele Fahrten haben wir mit dem Eillieferwagen durchgeführt. Hier bei einer Fahrt rund ums Ijsslemeer in Holland.

    Das untere Foto wurde beim Concorso d´Eleganca bei „90 Jahre BMW “ in der Villa dÉste aufgenommen.

    Bitte den ovalen Fleck zwischen Rückstrahler und Kennzeichen beachten: Das ist ein Abziehbild von mir:

    Die Telefonnummer ist auch heute noch gültig

  • Unser erster DIXI: Ein Ihle 600

    Unser erster DIXI: Ein Ihle 600

    Dieser „Ihle“ war unser erster DIXI. Ich entdeckte ihn 1972 als verrosteten „Karren“ mit vielen fehlenden Teilen an einer Tankstelle in Solingen. Die Restauration nahm ich mit meinem inzwischen verstorbenen Bruder Martin in Dortmund vor. Da ich damals von der Marke BUGATTI fasziniert war, musste mein kleiner Spitzheckwagen auch in der Farbe „Bugattiblau“, lackiert werden. Wegen Familienzuwachs gab ich Wagen vor über 50 Jahren dann ab, um mir den DIXI DA 1 aufzubauen, den ich heute noch besitze. Diesen Ihle habe ich an Carl Seher nach Köln verkauft, der ihn heute noch besitzt.

    Der Auffindezustand

    0103_ihle.kasi.heck1976_500

    Der Ihle wurde dann im Familienbetrieb in Dortmund innerhalb von einem Jahr restauriert und fahrbereit  gemacht

    Die ersten Probefahrten waren begeisternd.

    Hier bei einer Ausstellung in Neuss mit Sohn Daniel, dem heutigen IT- Spezialisten

    Bei dem jetzigen Besitzer Carl Seher, der ihn in rot lackieren ließ. Hier mit Sohn Tobias-

    DIXI Typ „Ihle 600“.
    Technische Daten: 15 PS, 750 ccm, 80km/h

    Dieser Sportwagenaufbau wurde von der Sport-Karosserie-Bau Firma Gebr. Ihle in Bruchsal/Baden hergestellt. Mein ehemaliger Ihle hat die Fahrgestellnummer 4208, also   auf ein DA 1 Fahrgestell gebaut. Aufgrund der seitlichen Motorhaubenschlitze ist es ein ganz früher Aufbau, denn später wurde nur eine längliche seitliche Motorraumbelüftung verbaut. Mit diesem Ihle war ich beim 1. BMW Veteranenclub Treffen 1977 in München mit Carl Seher.

    Ihle baute speziell auf Fahrgestelle des DIXI, DKW 600 u. 700 ccm und auch auf Fordbasis diese sportlichen Karossen.

    Ihle baute speziell auf Fahrgestelle des DIXI, DKW 600 u. 700 ccm und auch auf Fordbasis diese sportlichen Karossen.

    DA 1

    Verfasst von

    Dixikasi in unsere-Dixis-im-Laufe-der-Jahrzehnte

    Unser DIXI wurde am 20. Juni 1928 in Eisenach fertig gestellt und in der Originalfarbe beige nach München an die Firma Buchner und Linse ausgeliefert. Wer die ersten Besitzer waren, konnte ich nicht mehr herausfinden. Es existiert der Kraftfahrzeugbrief Nr. 86762 mit der ersten Eintragung vom 9. 12. 1948. Da wurde der Wagen im Landratsamt Weilheim unter dem Kennzeichen AB 67-3493 auf den Rechtsanwalt Dr. Ernst Kohl in Raisting zugelassen. Ein Jahr später , am 6. 12. 1949, wurde der Dixi umgeschrieben auf den Kaufmann Theodor Fischer in Weilheim. Ein neues Kennzeichen AB 61-3402 bekam er dann, als er am 24.03.1949 auf den Kolonialwarenhändler Paul Schütz in Schongau, Rösslekeller, zugelassen wurde. Danach verließ unser Dixi die bayrischen Gefilde um am 30.06.1952 auf den Ingenieur Heinz Höfer in Siegen umgeschrieben zu werden mit dem Kennzeichen BR 21-4341. Dann begann die „Studentenzeit“. Kurt Müller aus Weidenau, Student, besaß dann den Dixi drei Jahre lang mit dem Kennzeichen BR 22-3467. Mit dem Kennzeichen SI-AP 777 wurde er dann von dem kaufmännischen Angestellten Ferdinand Gelber in Eiserfeld gefahren, der ihn dann abgab an den Pumpernickelfabrikanten Willy Wölting in Altenhundem. Dieser bewegte ihn dann mit einem roten Kennzeichen und damals lernte ich unseren Dixi auch kennen. Mit Ferdinand Gelber hatte ich Kontakt, als er mir Fotos aus seiner Dixi-Zeit zusandte und über schöne Geschichten berichtete. So sind die Jungs damals mit dem Dixi die Schloßtreppe vom Siegener Schloß herunter gefahren. Willi Wölting, ein alter Schnauferlbruder, ist schon vor längerer Zeit verstorben, inzwischen auch Ferdinand Gelber. An sie erinnern sich noch sehr viele Oldtimerfreunde, die an vielen Oldtimerveranstaltungen in den 70.er und 80.er Jahren teilnahmen.

  • Italienfahrt 1932

    Italienfahrt 1932

    Ein Loblied für den kleinen BMW. Immer wieder wird die problemlose Fahrweise erwähnt. Man könnte das als eine Werbefahrt für die Bayerischen Motoren Werke betrachten.

    Ein Foto während der Italienfahrt. Der BMW DA 2 mit der markanten Gepäckkiste. Diese war beschriftet mit den Reisezielen. Links sitzt Willy Horbach, in der Mitte Gottlieb Goebels und rechts Ludwig von Hoegen. Das Zelt wurde auf einem Dachgepäckträger verstaut. Die Jungs ließen es sich gut gehen: Prosit! Es soll erwähnt werden, dass Gottlieb Goebels eine Beinprothese trug – im Bericht schlicht als „Holzbein“ bezeichnet.

    Das Fahrtenbuch, bzw. Album hatte dieses Titelblatt. Brand ist ein Ortsteil von Aachen. Die Unterlagen hat mir freundlicherweise Herr Karl von Hoegen, der Enkel des BMW Dixi Besitzers, zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz besonders. Wer den ganzen Bericht in der Originalfassung lesen möchte, kann sich bei mir melden.

    Dieses ist die erste Seite des Fahrtberichtes. Voller Akribie wurde alles aufgelistet. Im Bericht wurden die Beobachtungen und Erlebnisse niedergeschrieben, die die unternehmungslustigen Aachener wahrgenommen haben. Dabei wurden sowohl politische als auch religiöse Erkenntnisse vermerkt, so wie hier im Vorblatt aufgeführt:

    Die Reise begann am Samstag, den 25. Juni 1932 morgens um 4:55 Uhr bei Regenwettert. Herr von Hoegen, der Besitzer des Wagens führte die ersten 100 Kilometer, dann Willy Horbach und so ging es ungefähr 4000 Kilometer hindurch. Mit Kartenlesen war Gottlieb Goebels beschäftigt. Schon nach 3 1/2 Stunden hatten sie Koblenz erreicht. Die Fahrt ging über Stolberg, Langerwehe, an Düren vorbei über Zülpich, Rheinbach, Andernach. Die seelische Spannung über das hohe Ziel war groß. Hinter dem Loreleyfelsen wurden die ersten Butterbrote verzehrt. Die ersten 200 Kilometer sind zurückgelegt in fünf Stunden, also ein Durchschnitt von 40 Kilometern. Rüdesheim, das Niederwalddenkmal, Schloß Stolzenfels, gegenüber Lahnstein mit Lahneck haben sie begrüßt. Die Ruinen Sterzenberg und Liebenstein sind sichtbar, Ruine Burg Katz und gegenüber Wellmich mit Burg Maus, Schloss Rheinfels und die Pfalz bei Caub sind erreicht. Ruine Fürstenberg, Burg Hoheneck, Ruine Ehrenfels, Schloss Rheinstein, durch Trechtingshausen und Bingerbrück mit dem Mäuseturm entgegen. Weiter dem Rheinufer entlang über die Nahebrücke und um 11:00 Uhr ist Mainz erreicht. Eine Rundfahrt durch die Stadt mit Dombesichtigung werden durchgeführt und schon fahren sie weiter über die große Blaiche in Richtung Rothenburg o.d. Tauber auf schöner Autostraße dahin.

    An Spargelplantagen und Kirschalleen fahren sie nach Seligenstadt und haben bereits 303 Kilometer zurückgelegt. Infolge einer falschen Wegweisung bei Mergentheim hatten sie einen Umweg von rund 15 Kilometern zu machen. Durch den Spessart weiter nach Aschaffenburg. In Harterhof, etwa 3 Kilometer von Rothenburg o.d. Tauber wird im Gasthof „Zum schwarzen Lamm“ eingekehrt. Hocherfreut über die tadellose Arbeitsweise des braven BMW – Motors den bis zuzr Stunde zurückgelegten 500 Kilometern genehmigen sie sich einen großen Humpen Aschaffenburger Klosterbräus. Den ganzen Tag hatten sie Regen, nur vereinzelt aufklarend jedoch zum Fahren am Vormittag angenehmen, nachmittags dagegen infolge schlechter Straßen weniger angenehm.

    Vor Seligenstadt – nach 303 Kilometern von Aachen – wird auf einem Halteplatz für wandernde Familien der erste größere Imbisseingenommen. Solche Plätze heißen heute „Campingplatz“.

    Kurz vor Rothenburg wurde die erste Übernachtung eingelegt. Pro Person kostet das Quartier 1,50 Reichsmark. Nach dem Kirchgang in dieser romantischen Stadt ging es am 26. Juni 1932 weiter nach Nürnberg. Hier wurde das Hans Sachs Denkmal besichtigt. Es fanden sich viele Zuschauer ein, die den kleinen BMW bewunderten.

    Eichstädt a. d. Altmühl

    Weiter gings durch Frankenland Richtung München an Ingolstadt vorbei auf einer wunderschönen Autostraße dann über die Donau. Der Besuch im Münchener Hofbräuhaus war Pflicht, wo die Herren sich bis gegen 20:00 Uhr aufhielten um danach auf der Höhe von Baierbrunn nach 785 Kilometern das Zelt aufzuschlagen. Nach kurzer Schlafenspause gings am 27. Juni gegen 4:00 Uhr morgens weiter über Wolfrathshausen, Königsdorf, Bichel nach Kochel. Hier war schon das Karwendelgebirge zu erkennen.

    Die Kesselbergrennstrecke wird mit Bravour gemeistert. Oben angekommen hörten sie heimatliche Stimmen von Wanderern aus dem Kreis Eupen, Alhorn und Astenet. Diese sind von dem Vorhaben bis Rom zu fahren so begeistert, daß sie sich voller Ehrfurcht vor ihnen verbeugen. Bei Scharnitz wird die Grenze überfahren und eine Mittagsrast eingelegt.

    Am Walchensee in den Alpen

    Durch die herrliche Alpenwelt über die Zirlerbergstraße, bekannt durch haarscharfe Serpentinen und Gefälle von 28 % und den vielen im Felsen eingehauenen Namen und Kreuze wegen der dortigen Unglücksfälle, führte der Weg nach Innsbruck. Am Fuße des Iselberges wurde erst einmal ein Bierchen getrunken und eine Virginiazigarre von 30 cm Länge geraucht. Nun gings munter dem Brennerpass entgegen. Der BMW gab alles her und schaffte es, bestaunt von den vielen Autofahrern, die 100 PS unter der Motorhaube hatten.

    Rast auf der Arndtspitze

    Der Brennersattel (1370 m) ist der niedrigste Übergang über die Hauptkette der Alpen, schon von den Römern benutzt und als erste Straße befahrbar gemacht. Dort wurde die Grenze nach Italien überschritten.

    Der Brenner – Grenzübergang in Tyrol (mit Y)

    Die Kontrollen hier waren sehr streng. Abwärts gings dann am Brennerbad vorbei steil ab nach Vipiteno (Sterzing) ins Tirolerland. Entlang dem Eisack, der wild ins Tal stürzt und später in die Etsch mündet. Weiter zum Teil durch wilde Felsenlandschaften an Burg Sprechenstein, Thumburg und Reifenstein vorbei nach Brixen. Bald wurde der weite, üppig fruchtbare Talkessel von Bozen sichtbar. Hier wurden nochmals eine strenge Passkontrolle durch Soldaten vorgenommen, die sich aber mehr um den Wagen kümmerten als um die Personen. Es wurde ein Quartier gesucht und eine einfache Gaststube gefunden für 3 Lire p.P.. Hier scheint die Armut zu Hause zu sein (im Originaltext: noch ärmer als in der einsamsten Eifelgegend). Am dritten Tag waren nun 1004 Kilometer geschafft.

    Am 28. Juni 1932 gings nach Bozen, wo Einkäufe getätigt wurden. Im Hintergrund waren die Dolomiten zu sehen. Über Lavis und Gardole führte der Weg nach Trient (Trento), der früher bedeutesten Stadt Tirols mit vielen Türmen und Marmorpalästen. Bei der  Fahrt durchs Etschtal fielen ihnen die vielen Festungsanlagen auf. Hier hat es im 1. Weltkrieg sehr schlimme Kämpfe gegeben, daher auch viele Heldenfriedhöfe. Durch Primolano, dem ehemaligen italienischen Grenzort, geht es weiter auf Castelfranko zu. In Trebreaselge finden sie eine ausgezeichnete und billige Herberge. Dort wurde im Hof der BMW Dixi abgestellt und wurde zum Gegenstand der Besichtigungen und lebhaften Diskussionen, die keiner jedoch verstand. Venedig istg man nur noch 40 Kilometer entfernt. 

    Der fünfte Reisetag ist der 28. Juni 1932. Hier ist grade ein Feiertag. Die flache und fruchtbare Ebene ist mit Reben, Kastanien, Pfirsich. und Maulbeerbäumen bepflanzt. Zum Zelten gab es keine Möglichkeit, weil jedes Fleckchen bebaut ist und die Grundstücke mit hohen Zäunen eingefriedet sind. Der Wagen wird in Mestre abgestellt, denn Venedig ist nur per Eisenbahn oder Dampfer zu erreichen. Letzterer wurde nach einem ausgiebigen Frühstück benutzt durch die Lagune und den großen Kanal.

    Es folgt eine ausführliche Beschreibung der Stadt und den Bauten, auch der Denkmale. Beeindruckt wurden die Aachener von den Venezianerinnen mit den gefärbten Lippen, lackiertem Haar und die „schlank wie Bohnenstangen“ seien. Es wird vermerkt, dass mindestens sieben Tage benötigt würden, um alles anzuschauen. Auf dem Markusplatz essen sie zum ersten Mal Spagetti!

    Es ging weiter durch Padua und über den großen Fluss Po führt die Straße nach Ferrara und weiter in den Süden. In Ceseatico, einem kleinen Seebad, wurde Quartier gemacht bei einem Wirt, der sich von 15 Lire Übernachtungskosten auf fünf runterhandeln ließ.

    Aus dem Dixi heraus fotografiert: In den Appeninen

    Der 30. Juni begann für die Reisenden schon um 4:00 Uhr mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Entlang der Küste nach Ravenna und Rimini, weiter nach Pesaro, dem Geburtsort des Komponisten Rossini und dann über Borgo Begrecia weiter nach Sigoilla über kleine Pässe in den Appenin. Hier sind es noch rund 285 Kilometer bis nach Rom und soll auch noch an diesem Tag erreicht werden. Folingo, Borgo und Spoleto werden angefahren.

    Zwischen Adria und Mittelmeer: Felsengebirge. Leider fehlen einige Aufzeichnungen vom 1. Juli. An diesem Tag wurde jedenfalls Rom besucht. Der Petersplatz wurde mit dem BMW befahren. Geschockt waren die Deutschen von dem dortigen Verkehr. Eine Audienz, die beantragt wurde, hatten sie dann verpasst. Ausgiebige Besichtigungen wurden in der „ewigen Stadt“ vorgenommen.

    Erinnerungsfoto im Kolosseum. Die Strapazen der Fahrt gingen auch auf den BMW Dixi nicht spurlos vorbei. Ein Bremsseil war gerissen und wurde in Rom ersetzt. Die geplante Weiterfahrt nach Neapel wurde abgebrochen, weil kein Hinweisschild dorthin zu finden war und jedermann von einer Fahrt dorthin abriet (heute auch noch so!). Am 2. Juli klappte es doch noch mit der Audienz. Die Aachener hatten sich ein Empfehlungsschreiben vom Hochwürden Herrn Pfarrer Schagen aus AC-Brand geben lassen, sodass nach vielen „Prüfungen“ ein Audienzschein erstellt wurde. Nun folgt im Bericht eine ausführliche Schilderung über den Empfang beim Heiligen Vater und den päpstlichen Segen.

    Die Ausfahrt nach Pisa wurde schnell gefunden und der BMW schnurrte dem Mittelmeer entgegen. Am Meeresstrand fallen die vielen wühlenden Schweineherden auf und auch zahlreiche Schafherden. Eine Quartier war nicht zu finden, weil hier die Marremmensümpfe sind, die noch vom Malariefieber heimgesucht wurden. Seewärts wurde der Monte Argentario sichtbar und der Badeort Porto Santo Stefano. Im Städtchen Grosetto wurde eine Herberge gesucht, die aber zu teuer war mit 30 Lire für eine Schlafgelegenheit. So wurde beschlossen, im BMW zu pennen, was recht schwierig war. Es war einfach unmöglich wegen des vielen Ungeziefers im Freien zu schlafen. Trotz der schlecht verbrachten Nacht ging es am 3. Juli, dem neunten Reisetag, gen Norden. 100 Kilometer lag Rom schon hinter ihnen. Auf dem Mittelmeer waren große Ozeandampfer zu sehen und auch die Insel Elba. In den Felsklippen der Küste wurde ein gestrandeter Dampfer entdeckt. Stundenlang fuhren sie durch das Felsengewirr des Appenienberglandes. Alle Minuten sahen sei ein neues Bild von unbeschreiblicher Schönheit. Sie beschreiben die toskanische Landschaft als ein mannigfaltiges und stets malerisches Gepränge. Livorno wird durchquert. Der schiefe Turm von Pisa ist zu erkennen. Er liegt ganz außerhalb der Stadteinsam mit dem Dom aus weißem Marmor. Nun folgt eine genaue Beschreibung des Turms mit dessen Historie.

    Der schiefe Turm von Pisa ist heute nicht mehr so nah befahrbar. Im Dom konnten sie noch eine halbe Messe mitfeiern und trafen dort auch Landsleute, nämlich Düsseldorfer! Bei brennender Mittagssonne ging es weiter Richtung Carrara mit den weißem Marmorbrüchen. La Specia, der italienische Kriegshafen wird besucht dann dem Passo del Brako entgegen um dann an die prachtvolle italienische Riviera di Levante zu gelangen. Hier wurde am Mittelmeer das Nachtlager aufgebaut:

    Der Aufenthalt auf dem 310 m hoch gelegenen Zeltplatz war angenehm und das Klima recht mild. Weiter gings am Montag, den 4. Juli 1932. Die Gegend lädt zu einem längerem Aufenthalt ein. Rapallo wird durchfahren und es scheint hier eine der schönsten Straßen Italiens zu sein. Eine ausgeprägte Beschreibung der Landschaft erfolgt nun. Von Ruta geht es nach Pecco durch Olivenhaine und über den Ruttapass (275 m.ü.d.M.) nach Nervi. Danach durch die herrliche Gegend nach Quinto al Mare, Quarto und in die große Hafenstadt Genua. Nun wieder eine Beschreibung dieser großen Stadt mit historischem Hintergrund. Auf einer schönen Autostraße geht es nach Pavia, wo die kleinen Äffchen her stammen. Der Tessin wird auf einer 800 Meter langen Brücke überwunden. Mailand wird durchquert und eine Herberge in Fino Moncseo gefunden. Hier wurde die Nacht jedoch sehr unruhig, weil diese Herberge durch Carabinierie kontrolliert wurde. Am elften Reisetag brannte die Sonne schon zeitig heiß, als sie die letzten italienischen Ortschaften durchfuhren. Die prachtvolle Comoer Landstraße ließ den BMW auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 Km kommen. Unter einer Edelkastanie wird Rast gemacht und dort trafen sie auf viele deutsche Wanderburschen. Como ist die letzte italienische Stadt und in Chiasso das Zollamt. Die Schweiz wird vom Süden nach Norden durchfahren und Lugano am See wird erreicht. Auch diese Landschaft überwältigte die Aachener und sie meinten, dort länger  bleiben zu müssen. Es folgen „Ergüsse“ über den Luganer See und auch die Geschichte von Wilhelm Tell ausführlich beschrieben. Über die Höhe des Monte Genere mit einer wunderschönen Aussicht auf das Tessintal  geht es weiter nach Lavorgo, wo der Tessin in der Biaschina Schlucht zu einer tieferen Talstufe in einem schönen Wasserfall herunterstürzt.

    Der Wasserfall. Weiter geht es nach Arbedo und kurz vor Faio wird „abgekocht“. Dann geht es ständig aufwärts dem St. Gotthard entgegen. Dazio, Fiesco, Ambri und Piotta sind schon mit größter Vorsicht zu befahren. Bald ist die Schneehöhe erreicht und dort natürlich eine Schneeballschlacht veranstaltet. Tief unten im Tal sieht man den südlichen Ausgang des St. Gotthardtunnels bei Airolo. Es geht aber immer noch weiter nach oben und in fast schwindelnder Höhe winden sie sich durch meterhohe Schneewände. Der BMW arbeitet wie ein Uhrwerk (original aus dem Bericht entnommen!). Auf dem Plateau frieren die nur leicht bekleideten Männer und bringt sie zum zittern. In der Höhe von 2112 Metern treffen sie wieder auf Aachener, die dort Andenken kaufen. Nun beginnt die Talfahrt nach Hospental-Andermatt. Der Eindruck durch diese Riesenberge der Alpenwelt ist urgewaltig und überwältigend. Neben einer englischen Familie, die im Auto von Ägypten nach London unterwegs ist, wird das Nachtlager aufgeschlagen.

    Ganz einfach am Straßenrand in 1800 Metern Höhe das Nachtlager im Hospental. Die Freude ist groß, als sie an den Rhein – hier ein Rinnsal – kommen und über diesen springen und eiskaltes Rheinwasser trinken. In der Nacht wurden sie noch vom Engländer aufgesucht. Trotzdem hatten sie noch einen tiefen Schlaf am Straßenrand. Der zwölfte Reisetag, Mittwoch, beginnt wieder in aller Frühe. Sehr steil bergab, an Befestigungsanlagen vorbei. Den Männern befällt eine tiefe Unruhe, denn sie kreisen an tiefen Schluchten auf kleinen Wegen herum. Dass diese Unruhe begründet war, wird an zwei ausgeschnittenen Zeitungsartikeln lesbar. Hier wird von einem Absturz eines Autos am Gotthardpass berichtet, wo einer der Insassen sofort tot war. Nun befinden sie sich auf der Teufelsbrücke, wovon sie schnellsten verschwinden. Ihnen wurde es dort fast Angst und Bange, so ungeheuerlich war es dort. Durch die Schöllner Schlucht geht es hin haarscharfen Serpentinen nach Göschenen, dem Eingang des Gotthardtunnels. Weiter durch Amsteg und an der Ruine Zwing Uri vorbei zum „futtern“ im Reusstal.

    Im ReusstalIen Altdorf, dem Hauptort des Kantons Uri haben sie die größten Gefälle überwunden und atmen erleichtert auf. Die Fahrt entlang des Vierwaldstätter Sees beginnt nun und sie schauen auf das Rüttli und den Schillerstein. Durch den Feldstecher wird der Pilatus bewundert. Weiter wird die Fahrt nun als herrlich geschildert auf der Achsenstraße entlang des Sees.

    Auf der Achsenstraße am Vierwaldstätter See

    Der berühmte Kurort Brunnen wird durchfahren und Luzern. In Küssnacht wird die Tellskapelle besucht. 

    Die „Hohle Gasse“ bei Küssnacht, bekannt durch Wilhelm Tell. Weiter geht die Fahrt nach Zürich zum Bodensee. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist das nächste Ziel. Am Waldesrand der Straße von Schaffhausen nach Konstanz ird übernachtet. Bis hierher haben sie bereits 3000 Kilometer zurück gelegt. Der dreizehnte Fahrtag hat wiederum das schönste Wetter. Heute geht´s rund um den Bodensee: Romanshorn, Arbon, Rorschach, Rheinegg, Bregenz werden durchfahren. Die Schweiz wird verlassen und vom österreichischen Boden haben sie einen schönen Blich auf den 1056m hohen Pfänder. In Lindau, dem alten ehrwürdigen Städtchen am Bodensee ist eine Stadt- und Hafenbesichtigung.

    Der Lindauer Hafen mit dem bayrischen Löwen. Nach einigen „Pötten“ „bayrischen Biers“ geht es nach Friedrichshafen zum Zeppelin-Museum. Hier ist im Reisebericht eine ausführliche Beschreibung über das Luftschiff „Graf Zeppelin“ beigefügt. Entlang des Sees führt der Weg nach Meersburg, wo sie an Anette von Droste-Hülshoff gedachten.  Ein leichter Regen setzt nun ein auf der Fahrt nach Donaueschingen. Im Gasthof „Zum Ochsen“ vor Geisslingen übernachten die Freunde für 70 Reichspfennig pro Person. Der 8. Juli ist der vierzehnte Reisetag. In Donaueschingen werden Schloss und Donauquelle besichtigt. Weiter durch Immendingen durch das Höllental am Hirschsprung vorbei gelangen sie nach Trieberg. Typische Schwarzwaldhäuser werden fotografiert. Entlang der Kinzig kommen sie nach Gegenbach, wo im Gasthof „Zur Blume“ Quartier bezogen wird (50 Rpfg p.P.). Am Samstag, den 9. Juli 1932 fahren sie weiter der Kinzig entlang nach Offenburg, Kehl und wollen über Strassburg, Zabern, Trier in aller Gemütsruhe die Heimreise zurücklegen. In Kehl besorgen sie sich das französische Visum. Auf der Brücke nach Strassburg sind sie von staunenden Gendarmen, Zöllnern, „Franzmännern“ und staunendem Publikum umgeben. Der Dom wird besichtigt und sie sind froh, als sie Strassburg , der ehemaligen wunderschönen Stadt den Rücken kehren können. Hier fallen die Befestigungsanlagen auf und überall stehen „Franzmänner“ mit aufgepflanztem Seitengewehr. Bei Zabern sehen sie die Ausläufer der Vogesen , den Fluss Zorn und die Ruine Greifenstein. . Über Finstigen gelangen sie nach Saargemünd, Saarbrücken und weiter durch das Saargebiet nach Trier, der ältesten Stadt des Reiches. Hier werden Porta Nigra und die freigelegten römischen Thermen bestaunt. Sie verglichen die Bauweise mit den kurz zuvor in Rom besichtigten Bauwerke. Im Kylltal wird zum letzten mal das Zelt aufgeschlagen und von der Höhe sind schon die heimatlichen Eifelberge zu erkennen. In aller Ruhe durchfahren sie die Orte Bitburg, Prüm, Schleiden und Gemünd. Bei Jägerhaus treffen sie wohlbehalten mit ihren Lieben und Sportkameraden zusammen, die zum Empfang dorthin geeilt waren.

    Der Emfpang bei JägerhausBegleitet von den oben abgebildeten Freunden erreichen sie gegen 19:00 Uhr wohlbehalten ihren Heimatort Brand in Aachen.

    Eine wahre Leistung von Mensch und Maschine

    – mein Respekt!!! Nochmals meinen herzlichsten Dank an Karl von Hoegen, der mir die vielen Fotos mit dem Bericht unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Diese Geschichte musste ich hier einfach veröffentlichen!

  • Wer ist die nette junge Dame?

    Wer ist die nette junge Dame?

    Auf der Suche nach Fotos mit DIXI – ‚Automobilen war ich mit einer Postkarte fündig, Das Kennzeichen ist leider nicht vollständig zu erkennen, Ich vermute, dass die Ortskennzahl 53 ist und diese gehört zu München. Die Karte wurde im Ort Zug in der Schweiz frankiert und von dort nach München befördert.
    Leider kann ich die Schrift nicht vollständig entziffern. Die geänderte Straßenanschrift habe ich gegoogelt und vermute, dass es die Preysingstraße ist
    Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand mir hier weiterhelfen könnte. Vielleicht lebt noch jemand von der Empfängerin oder Absenderin.

  • Ein Dixi Magazin von 1929

    Ein Dixi Magazin von 1929

    Es war in den zwanziger Jahren ein Trend, für alles Interessante ein Magazin zu erstellen. So gab es diese für Mode, Musik, Kultur, Sport und natürlich auch für Automobile. Diese haben sich allerdings nicht lange auf dem Markt gehalten, sodass sie schnell wieder verschwanden. Erfreulicherweise sind einige Exemplare wieder aufgetaucht.

    In der nächsten Zeit werden dann – allerdings nicht in bunt – einige Seiten veröffentlicht.

    Da wir immer noch an diesem Blog „üben“, bitten wir um Geduld gebeten.

  • Werner Born – der älteste DIXI Fahrer auf der Welt!

    Werner Born – der älteste DIXI Fahrer auf der Welt!

    Hier ein Bericht über den 93 Jährigen aus dem vergangenen Jahr in der Bildzeitung: 70 Jahre mit BMW Dixi: Werner (91) fährt immer noch sein erstes Auto | Regional | BILD.de

    19.12.2025.

    Werner Born bedankt sich ganz herzlich für die vielen Anrufe und schriftlichen Gratulationen. Er war überwältigt! Wir wünschen ihm noch ein langes und gesundes Leben!