Dieser „Ihle“ war unser erster DIXI. Ich entdeckte ihn 1972 als verrosteten „Karren“ mit vielen fehlenden Teilen an einer Tankstelle in Solingen. Die Restauration nahm ich mit meinem inzwischen verstorbenen Bruder Martin in Dortmund vor. Da ich damals von der Marke BUGATTI fasziniert war, musste mein kleiner Spitzheckwagen auch in der Farbe „Bugattiblau“, lackiert werden. Wegen Familienzuwachs gab ich Wagen vor über 50 Jahren dann ab, um mir den DIXI DA 1 aufzubauen, den ich heute noch besitze. Diesen Ihle habe ich an Carl Seher nach Köln verkauft, der ihn heute noch besitzt.
Der Auffindezustand



Der Ihle wurde dann im Familienbetrieb in Dortmund innerhalb von einem Jahr restauriert und fahrbereit gemacht

Die ersten Probefahrten waren begeisternd.

Hier bei einer Ausstellung in Neuss mit Sohn Daniel, dem heutigen IT- Spezialisten

Bei dem jetzigen Besitzer Carl Seher, der ihn in rot lackieren ließ. Hier mit Sohn Tobias-
DIXI Typ „Ihle 600“.
Technische Daten: 15 PS, 750 ccm, 80km/h
Dieser Sportwagenaufbau wurde von der Sport-Karosserie-Bau Firma Gebr. Ihle in Bruchsal/Baden hergestellt. Mein ehemaliger Ihle hat die Fahrgestellnummer 4208, also auf ein DA 1 Fahrgestell gebaut. Aufgrund der seitlichen Motorhaubenschlitze ist es ein ganz früher Aufbau, denn später wurde nur eine längliche seitliche Motorraumbelüftung verbaut. Mit diesem Ihle war ich beim 1. BMW Veteranenclub Treffen 1977 in München mit Carl Seher.

Ihle baute speziell auf Fahrgestelle des DIXI, DKW 600 u. 700 ccm und auch auf Fordbasis diese sportlichen Karossen.
Ihle baute speziell auf Fahrgestelle des DIXI, DKW 600 u. 700 ccm und auch auf Fordbasis diese sportlichen Karossen.
DA 1
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Dixikasi in unsere-Dixis-im-Laufe-der-Jahrzehnte

Unser DIXI wurde am 20. Juni 1928 in Eisenach fertig gestellt und in der Originalfarbe beige nach München an die Firma Buchner und Linse ausgeliefert. Wer die ersten Besitzer waren, konnte ich nicht mehr herausfinden. Es existiert der Kraftfahrzeugbrief Nr. 86762 mit der ersten Eintragung vom 9. 12. 1948. Da wurde der Wagen im Landratsamt Weilheim unter dem Kennzeichen AB 67-3493 auf den Rechtsanwalt Dr. Ernst Kohl in Raisting zugelassen. Ein Jahr später , am 6. 12. 1949, wurde der Dixi umgeschrieben auf den Kaufmann Theodor Fischer in Weilheim. Ein neues Kennzeichen AB 61-3402 bekam er dann, als er am 24.03.1949 auf den Kolonialwarenhändler Paul Schütz in Schongau, Rösslekeller, zugelassen wurde. Danach verließ unser Dixi die bayrischen Gefilde um am 30.06.1952 auf den Ingenieur Heinz Höfer in Siegen umgeschrieben zu werden mit dem Kennzeichen BR 21-4341. Dann begann die „Studentenzeit“. Kurt Müller aus Weidenau, Student, besaß dann den Dixi drei Jahre lang mit dem Kennzeichen BR 22-3467. Mit dem Kennzeichen SI-AP 777 wurde er dann von dem kaufmännischen Angestellten Ferdinand Gelber in Eiserfeld gefahren, der ihn dann abgab an den Pumpernickelfabrikanten Willy Wölting in Altenhundem. Dieser bewegte ihn dann mit einem roten Kennzeichen und damals lernte ich unseren Dixi auch kennen. Mit Ferdinand Gelber hatte ich Kontakt, als er mir Fotos aus seiner Dixi-Zeit zusandte und über schöne Geschichten berichtete. So sind die Jungs damals mit dem Dixi die Schloßtreppe vom Siegener Schloß herunter gefahren. Willi Wölting, ein alter Schnauferlbruder, ist schon vor längerer Zeit verstorben, inzwischen auch Ferdinand Gelber. An sie erinnern sich noch sehr viele Oldtimerfreunde, die an vielen Oldtimerveranstaltungen in den 70.er und 80.er Jahren teilnahmen.




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